Effektive Maßnahmen in der Wohnung gegen zu viel Sonne im Sommer

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Beschattung ist wichtig

Die Überhitzung von Behausungen ist eher ein neuzeitliches Problem. Es gibt zwei Hauptfaktoren, die in modernen Gebäuden zu Überhitzung führen. Der erste ist wenig überraschend die globale Erwärmung. Extremere Wetterereignisse, einschließlich Hitzewellen, fallen häufiger an. Zum Beispiel gab es 2003 eine Hitzewelle in Frankreich, die allein dort für 15.000 Todesfälle verantwortlich war. Ganz zu schweigen von den Rekordjahren seither! Der zweite Faktor ist die verbesserte Effizienz der Wärmedämmung in modernen Gebäuden. Mit einer besser abdichtenden Konstruktion und Fenstern, die die Sonnenwärme einfangen, sind moderne Behausungen zwar energieeffizienter, können im Gegenzug aber sehr anfällig für Überhitzung sein. Wie geht man damit um?

Licht und Schatten

Strategisch sinnvolle Beschattung reduziert die Menge an Sonnenlicht, die in ein Gebäude eindringen kann – und mit ihr die Wärme. Die Beschattung ist am effektivsten, wenn sie an der Außenseite eines Gebäudes, mit Fensterläden, Markisen oder einer geeigneten Terrassenüberdachung angebracht wird. Dies stoppt das Licht und damit die Energie, die in das Gebäude eintritt. Die Verwendung von Jalousien und Vorhängen ist ebenfalls eine Option, reflektiert jedoch nur einen kleinen Teil der Lichtenergie, die in das Gebäude eindringt. Vorhänge und Jalousien verhindern zwar, dass die Wärme ungehindert in die Mitte des Raumes gelangt und unterbindet gleichzeitig das Bleichen von Möbeln und Bodenbelägen. Jedoch wird einfallendes Sonnenlicht erst hinter den Fenstern aufgehalten, wo bereits ein Großteil der Wärmeentwicklung stattfindet.

Kühlender Luftfluss

Einfach zum richtigen Zeitpunkt gescheit und bewusst zu lüften, kann bereits wahre Wunder wirken. Die „Spüllüftung“ reduziert die Überhitzung, indem sie große Luftmengen durch ein Gebäude bewegt. Die beiden Spülbelüftungsstrategien, die angewendet werden können, sind die passive Stapel- und Querlüftung. Passive Stapellüftung beschreibt das Öffnen von Lüftungsöffnungen oder Fenstern im Erdgeschoss und eines hoch gelegenen Fensters oder Dachlichts, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Innentemperatur. Die wärmere (und weniger dichte) Innenluft steigt auf und aus dem Dachlicht oder der hohen Entlüftung, während die kühlere Außenluft in die niedrigen Lüftungsschlitze/Fenster eintritt.

Wenn Fenster oder Lüftungsschlitze auf beiden Seiten des Gebäudes geöffnet werden, um einen Durchgangszug zu erzeugen, wird dies hingegen als Querlüftung bezeichnet. Sollte sich draußen jedoch kein Lüftchen regen, kann sie unter Umständen weniger bringen. Mehr Sinn macht da die besagte Stapellüftung, die sich den Auftrieb warmer Luft zu Nutze macht.

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