Mit Spürnase auf der Suche nach dem passenden Furnierbaum

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Wie Sherlock Holmes & Dr. Watson

Wer nach dem perfekten Furnierbaum sucht, braucht detektivisches Gespür: Die Experten der Initiative Furnier + Natur (IFN) wissen, wo sie nachschauen müssen und welches Gewächs für die Herstellung edler Furniere in Frage kommt. Das Ergebnis sind Möbel, Lifestyle-Produkte & Co. von einzigartiger Schönheit und Natürlichkeit.

Wer schon den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, lässt es lieber bleiben: Denn die Suche nach einem Baum, der besonders schönes Furnier liefert, gleicht für Laien einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Rund 40.000 Holzarten gibt es auf der Erde, aber nur gut 200 Arten sind überhaupt für die Furnierherstellung geeignet. „Und von diesen 200 Arten sind es jeweils nur einzelne Bäume in einem Waldgebiet, die im Inneren so schön sind, dass sich daraus geeignete Furniere gewinnen lassen“, erklärt der Forstwirt und IFN-Vorsitzende Axel Groh.


Ein guter Furnierbaum besitzt einen ebenmäßigen, geraden Wuchs und der Stamm muss möglichst rund und gerade sein. „Dazu kommt eine gleichmäßige Rinde ohne großes Astaufkommen und ohne Beschädigungen – weder durch Blitzschlag oder Hagel, noch durch Insektenbefall“, erklärt Groh. Erfüllt der ausgesuchte Baum die genannten Kriterien und hält er dem prüfenden Blick eines Furnierexperten stand, wird er gefällt und erwartungsfroh in das Werk eines Furnierherstellers transportiert. Dort steht die Weiterverarbeitung an: Der Baumstamm wird nachhaltig und materialschonend Schicht für Schicht in attraktives Furnier zerlegt und so für das Oberflächenfinish von Möbeln, Fußböden, Skiern, Brillen und vielem mehr vorbereitet. Spätestens jetzt zeigt sich, wie erfolgreich die Baumsuche wirklich war und ob das Innere des Baumes hält, was sein Äußeres dem findigen Expertenblick längst schon offenbart hat.

So wird Furnier hergestellt:

Furnier wird aus dem Holz ausgewählter Bäume gewonnen, die überwiegend in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gewachsen sind. Die zumeist verwendeten Baumarten sind Ahorn, Buche, Eiche, Esche und Nussbaum aus heimischen, europäischen und im Falle von Eiche, Ahorn und Nussbaum auch amerikanischen Wäldern. Ist der richtige Baum gefunden, wird er geschält, gemessert oder gesägt. Dabei entstehen Holzblätter, die rund 0,45 bis 6 Millimeter dick sind. Diese werden getrocknet, nach Qualität und Sorte gestapelt, zugeschnitten und zu einem Deck zusammengesetzt. Diese Furnierdecks werden anschließend auf Trägermaterialien wie Massivholz-Stäbchenplatten, Spanplatten, MDF-Platten, Multiplexplatten oder Sperrholz aufgeleimt und verpresst. Übrigens: Die IFN hat einen animierten Film zur Furnierherstellung herausgebracht. Weitere Informationen zum Thema Furnier unter www.furnier.de oder unter www.furniergeschichten.de.


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