Besser schlafen durch ein erholsames Schlafzimmer-Flair

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Es ist stockdunkel im Schlafzimmer

Nur man selbst leuchtet noch in die Nacht hinein, zumindest der Teil, der wieder einmal nicht einschlafen will. Damit Geist und Körper zur Ruhe kommen, sozusagen das innere Licht abdrehen und sich endlich der wohlverdienten Regeneration hingeben, hilft es, sich dafür das richtige Ambiente zu schaffen. Wie wichtig ein gesunder Schlaf ist und wie man die vier Wände für geruhsame Nächte gestalten kann, lesen Sie hier.

Wohnen By Wagner

Wie wichtig ist das Schlafzimmer-Flair für das eigene Wohlbefinden?

Im Schlaf holt man sich zurück, was man über den Tag abgegeben und geleistet hat. Der Körper stellt auf null und die Gedanken und Sinneseindrücke werden sorgfältig vom Gehirn in Erinnerungen verarbeitet. Doch ohne Schlaf kein Neustart. Und ohne Neustart zieht man Altlasten nach, die einem in allen Bereichen Steine an die Füße binden. Nächtliche Regeneration stärkt das Immunsystem und damit das persönliche Schutzschild. In der U-Bahn niest jemand neben Ihnen, oder die Tastatur im Büro ist voller Bakterien? Für ein intaktes Immunsystem ist das alles ein Kinderspiel. Oder, um ein altes Sprichwort zu strapazieren: a good sleep a day, keeps the doctor away. Vergessen Sie Äpfel! Nein, natürlich nicht, aber ein ausgewogener Schlaf wirkt wahre Wunder. Sobald Sie in die beruhigende Schlafphase eintreten, kommen Gedanken und Eindrücke wieder auf Anfang. Besonders negative Erlebnisse werden neutralisiert und man kann, sollte der Konflikt an sich weiterhin bestehen, die Dinge mit neuem Elan angehen. Stellen Sie sich vor, wie wichtig das zum Beispiel in puncto Zwischenmenschlichkeit sein kann. Gibt es etwas Erholsameres als einen Kuss auf die Wange und ein ‚Entschuldigung‘ nach einem Streit und einem regenerativen Schlaf? Wie schafft man es aber nun konkret, die ideale Wohlfühlatmosphäre ins Schlafzimmer zu holen?

Die Schlaf-Accessoires: richtig einrichten

Auf Zement gebettet schläft es sich nicht gut … Was Sie nicht sagen! So logisch das klingt, manche schlafen dennoch im falschen Mobiliar. Da ist einmal die Matratze zu weich, zu hart oder ist so durchgelegen, dass der Krater bis zum Fußboden reicht. Das Polster ist zu hoch, zu niedrig oder zu wenig flauschig oder der Lattenrost knarzt, dass noch der Nachbar davon aufwacht. Dabei bewirken Neuanschaffungen, wie etwa einer qualitativen Matratze, einem passenden Polster für die eigene Schlafposition oder gleich einem Boxspringbett aus Massivholz, oft Wunder. Selbiges gilt für die Bettdecke. Wenn die Hautporen nicht durchatmen können oder die Decke lauter raschelt als das Schnarchen des/der Bettgenossen/Bettgenossin, wird’s schwer mit dem Durchschlafen. Trennen Sie sich von der gefühlskalten Microfaserdecke und holen Sie sich Kindheitserinnerungen in den Schlaf. Das leise Knistern einer luftig-leichten Daunenbettdecke zum Beispiel lässt Sie von den Großeltern träumen, die Sie immer liebevoll in die Federn gebettet haben.

‚Atmosphäre‘ im wahrsten Sinne: Luft, Licht und Temperatur

18°C. Die einen schwitzen, wie der Eisbär im Schönbrunner Hochsommer. Die anderen frieren, wie … jeder in Sibirien. Wer erst einmal herausgefunden hat, zu welcher Gruppe er oder sie gehört, hat leichtes Spiel. Auch das Licht ist so eine Sache. Nicht zu hell und nicht zu dunkel soll es sein und wie immer geht Probieren über Studieren. Komplette Abschottung sorgt zwar für ungestörten Schlaf, lässt aber auch nach der Nachtruhe die Lebensgeister nicht mehr so leicht erwachen. Was die Luft angeht, ist so frisch als möglich wohl nie verkehrt. Ohne Sauerstoffzufuhr kann das Gehirn immerhin nicht verarbeiten, was es tagsüber aufgenommen hat. Regelmäßiges Stoßlüften, insbesondere vorm Zubettgehen, bringt auch die stickige Luft wieder auf den frischen Anfang zurück.

An die Farbe, fertig, zzz

Farben – in diesem Falle Wandfarben im Schlafzimmer – haben eine faszinierende Wirkung auf unser Gemüt. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Schultafeln grün sind? Grün beruhigt. Wäre die Schultafel rot gewesen, wäre vielleicht sogar mal der/die Lehrperson im Papierkorb gelandet.
Rot ist belebend, wenn nicht sogar aggressiv. Daher im Schlafzimmer als Muntermacher wohl eher nicht geeignet. Deshalb sollte man lieber auf „mildere“ Akzente im Schlafzimmer setzten. Tatsächlich sehen Farbtherapeuten Farben wie Grün, Blau, Indigo und sogar Rosa als besonders „schlaffördernd“.

Sicher ist sicher

Hat Ihnen die Cousine der Tante erzählt, dass bei einem Bekannten des Nachbarn schon wieder eingebrochen wurde? Dass einen solche Erzählungen plötzlich stressen und einem sogar mitunter den Schlaf rauben können, ist absolut legitim. Unnötige Sorgen und Stress haben generell im Kopf nichts verloren – zumindest sollte man sie nicht in den Schlaf mitnehmen müssen. Sollten Sie diese Gedanken auch noch tagsüber im Kopf haben, können natürlich für die gewünschten Räumlichkeiten sicherheitstechnische Maßnahmen schnell Abhilfe verschaffen.

Fernöstliche Ruhe: Feng-Shui

Können Sie den Raum noch selbst wählen, oder steht schon fest, wo das Schlafgemach hinsoll? Wenn möglich sollte sich das Schlafzimmer, nach Feng-Shui, nämlich nicht in der Nähe der Haustür befinden. Um in Ihrer Mitte und im Schlaf nämlich ankommen zu können, sollte Ihre Schlafstätte möglichst weit vom Kommen und Gehen vor der Haustür entfernt sein, insbesondere, wenn sich das Eigenheim in einem großen Wohnhaus befindet. Für ausreichend Lüftungsmöglichkeit sollte ebenfalls gesorgt sein, am besten mit frischer und nicht mit Straßenlärm und Smog belasteter Luft. Auch elektromagnetische Strahlung belasten den Körper mehr als man sich zugestehen mag. Lassen Sie also PC, Fernseher, Mobiltelefon wo anders schlafen. Achten Sie außerdem auf Ordnung und Übersichtlichkeit. Wenn zu viele Dinge auf den Sehnerv einprasseln, speziell wenn Unordnung Sie ohnehin schon stresst, kann auch keine Ruhe einkehren.

Martin Krebs © Linetti

Martin Krebs © Linetti

Fazit

Zeit für einen Tapetenwechsel, heißt es immer. Das kann manchmal auch gut sein, sofern Sie dabei den richtigen Dingen Beachtung schenken. Nehmen Sie das Schlafzimmer und deren wichtigste Funktion – dass Sie zur Ruhe kommen – nicht auf die leichte Schulter, sondern sorgen Sie im Vorfeld für einen wohlfühlsamen Rückzugsort. Dann kann auch jeder Tag aufs Neue wieder mit voller Energie gestartet werden.

Autor

Martin Krebs ist Teil der Geschäftsführung von Linetti – dem Massivholzshop für stilvolle Einrichtungsmöbel – und hat mit dem Unternehmen die feste Vision, Design mit Wohlbefinden zu kombinieren. Das Unternehmen mit Sitz in Kärnten ist dabei stets bestrebt, die Möbelstücke sowohl mit hoher Qualität, als auch mit einem zeitlosen Design zu versehen.

Über den Autor

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