Furnier kannten schon die alten Ägypter…

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wunderschönes Furnier

Esche-Furnier oder Gespenster? © IFN

… und ist heute aktueller denn je!

Furnieren ist keine Erfindung der Neuzeit, schon vor rund 5.000 Jahren wurde im baumarmen alten Ägypten preiswertes Trägerholz mit dünnen Schichten ausgesuchter Edelhölzer beleimt. Insbesondere Vogelaugen-Ahorn wurde so für wertige Oberflächen verwendet, es galt damals als besonders ansehnlich und wertvoll. Von Meisterhand wurden individuelle, in schönstem Muster angebrachte Maserungen geschaffen. Diese wurde mit rauer Rochenhaut poliert – diese wurde mit duftendem Zedern- oder Wacholderöl getränkt – und so besonders zur Geltung gebracht. Heute werden Furnieroberflächen geölt, gewachst oder mit klarem Lack überzogen. Durch die Oberflächenbehandlung kommt das wunderschöne Furnierbild, es unterscheidet sich von Holzart zu Holzart – besonders gut zum Vorschein.

Furnierbilder

Furnier kann aussehen wie feine Pfauenfedern, auch wie menschliche und tierische Gesichter, kleine Wasserstrudel, Nassklappbilder und andere symmetrische Zeichnungen. Auch Tierfelle mit beachtlichem Fellkamm entlang der Wirbelsäule, gegen den Strich gebürstete Borsten, Negativ- und Röntgenbilder, ölige Schmierfilme auf Wasser, organische Körperöffnungen wie die frühkindliche Fontanelle, Pfoten- und Tatzenspuren und vieles mehr kann mit entsprechender Anordnung der Furnierblätter geschaffen werden.

Das Wort Furnier: [fʊrniːɐ̯]

Im 16. Jahrhundert wurde „Furnieren“ aus dem Französischen Verb „fournir“ entlehnt. Es bedeutet „mit etwas versehen“. Aus dem altfränkischen „frumjan“ für „fördern“ und „vollbringen“ kam wiederum „Fournir“ (entsprechend altsächsisch frummian, althochdeutsch frummen). Auch das Substantiv „Fourniture“ bildete sich aus dem französischen Verb. Das englische Wort „Furniture“, auf Deutsch Möbel, kommt ebenso vom französischen Verb fournir und wird seit dem 16. Jahrhundert als “act of furnishing”, als „Akt des Einrichtens“ und „Werk des Mobiliars“ verstanden. Furnier – die deutsche Ableitung als Substantiv – verbreitete sich im 18. Jahrhundert und bedeutet „mit edlem Blattholz belegt“.

Alles Furnier

Speziell für geformte oder gerundete Werkstücke ist Furnier die ideale Oberfläche. Aber auch im edlen Innenausbau, sogar auf Jachten und in Flugzeugen wird Furnier verwendet. Natürlich ist dieses natürliche Material auch die ideale Oberfläche im Möbelbau, in so gut wie allen Wohnbereichen, selbst im Badezimmer. Hintergrundinformationen und Anwendungsbeispiele finden Sie auf www.furnier.de und auf www.furniergeschichten.de.

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Furnier

Nussbaum-Kopf-Furnier hier als Spiegelbild seiner selbst © IFN

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