Sudbrock‘s Metamorphose vom Baum zum Möbel

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Mit regionaler Verbundenheit, Tradition und Produktionstiefe

Wenn Johannes Sudbrock im Winter in den Wald geht, dann nicht nur für einen Spaziergang mit Hündin Ayla oder aus Freude an der Natur – wenngleich die bei ihm sehr ausgeprägt ist. Vor allem aber hält der Geschäftsführer des Möbelherstellers Sudbrock aus dem ostwestfälischen Rietberg-Bokel Ausschau nach geeigneten, ausdrucksstarken Hölzern für den Möbelbau. „Unsere Möbel sollen höchsten Ansprüchen genügen, entsprechend gründlich sind wir bei der Auswahl des wichtigsten Rohstoffs“, sagt der Unternehmer. Sudbrock fertigt Regal- und Korpussysteme, Vitrinen, Tische und vieles Weitere aus Holz für alle Wohnbereiche des gehobenen Segments – von der Garderobe und dem Esszimmer über das Schlafzimmer bis hin zum Heimarbeitszimmer und begehbaren Kleiderschrank.

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Familienunternehmen in dritter Generation

Das Unternehmen wurde 1922 von Seniorchef und Opa Johannes Sudbrock in Wiedenbrück gegründet. Ab den 1950er Jahren ging es für die kleine Tischlerei steil bergauf: Vater Franz Josef Sudbrock stellte den Handwerksbetrieb auf Serienproduktion um. Allen voran mit der Produktion von hochwertigen Garderoben gelang der Durchbruch. 1957 startete der Bau einer neuen Betriebsstätte auf dem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück in Rietberg-Bokel, wo Johannes Sudbrock das anspruchsvolle Familienunternehmen seit Einstieg 1989 in dritter Generation führt. „Auf den nunmehr 200 Metern Strecke durch unser Werk lässt sich heute die Metamorphose vom Baum bis zum Möbel sehr genau erkennen. Tradition und modernste Technologien werden hier unter einem Dach vereint“, sagt Ehefrau Theres Sudbrock, die für die visuelle Gestaltung sowie die Kommunikation und das Marketing des Möbelherstellers verantwortlich ist.

Theres und Johannes Sudbrock mit Hündin Ayla © VDM/Sudbrock

Theres und Johannes Sudbrock mit Hündin Ayla © VDM/Sudbrock

Eiche ist der Favorit

Zurzeit hält Johannes Sudbrock in den Wäldern im Münsterland, Harz & Co. fast ausschließlich Ausschau nach Eichenholz. „Andere Hölzer spielen aktuell, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle“, so der Geschäftsführer, der großen Wert auf eine hohe Produktionstiefe seines Unternehmens legt. „Bei uns in Bokel findet nicht nur die Endmontage, sondern auch fast jeder vorherige Arbeitsschritt statt. Unsere Möbel sind zu 100 Prozent ‚Made in Germany‘. So können wir die Qualität der gesamten Produktionskette kontrollieren und garantieren.“ Schließlich stammt nicht nur der Großteil des Holzes aus nahe gelegenen Wäldern, sondern auch die Mehrzahl der rund 100 Sudbrock-Mitarbeiter aus dem direkten Umfeld des Unternehmens. „Wenn einmal im Jahr die dritte Klasse der hiesigen Grundschule zu Besuch ist, das Unternehmen besichtigt und im Unterricht den Werkzeugführerschein macht, dann sehen die Kinder nicht nur Möbel und ihre Entstehung, sondern mitunter auch ihre Väter und Onkel“, so Theres Sudbrock. Für sie und ihren Mann sind diese regionale Verbundenheit und Tradition sowie ein hochmoderner Maschinenpark zugleich auch Ausdruck von Nachhaltigkeit. „Outsourcing war für uns nie ein Thema. Wir pflegen eine enge Verbindung zu unseren Mitarbeitern und verwenden viele Rohstoffe von hier. Wir verarbeiten den gesamten Baum und was dann noch übrig bleibt, nutzen wir zur Energieerzeugung“, so Johannes Sudbrock.

Holz immer und überall

Ein besonderes Qualitätsmerkmal der Möbel aus Bokel ist ihre hochwertige Verarbeitung bis ins kleinste Detail. Hierzu drei Beispiele: Erstens werden an außen furnierten Möbeln auch die innenliegenden Korpuswände furniert. Zweitens werden die Korpuskanten nicht mit Furnier, sondern mit Massivholzleisten verleimt und diese anschließend gefräst. Und drittens werden fast alle Möbel aus Gehrungskorpussen mit 45-Grad-Schnitt gefertigt. Diese sollen mit feinen, klaren Linien und gezielten natürlichen Akzenten die Design-Sprache des Unternehmens zitieren. „Mit diesen Details möchten wir zu einem harmonischen Gesamtbild unserer Möbel beitragen. Gleiches beabsichtigen wir mit unserem eigenen Farbkonzept, das viel Spielraum für eine individuelle Wohnungseinrichtung des Endverbrauchers lässt“, sagt Theres Sudbrock. Überhaupt sei die Variabilität bei Maßen, Farben und Oberflächen ein weiteres entscheidendes Kriterium für Endverbraucher, die sich für Sudbrock-Möbel entscheiden. Sehr beliebt seien Materialmixe aus furnierten und lackierten Oberflächen, wobei der Hersteller alle gewünschten Flächen, auch das Innenleben von Schubkästen sowie Glasplatten und Möbelfüße, selbst mit Wasserlacken versieht – ein weiteres Merkmal der eigenen Produktqualität.

Metall für den guten Ton

Als einer der ersten Möbelhersteller verwendete Sudbrock übrigens auch Lochbleche für seine Medienmöbel wie TV-Lowboards oder HiFi-Schränke. Diese sind sehr beliebt, denn sie werden farblich abgestimmt in das harmonische Ganze des Möbelstücks eingefügt und sorgen für eine ausgezeichnete Klangqualität. Das bedeutendste Geschäftsfeld des Unternehmens sind Wohnwände und Sideboards des Programms „CUBO“, gefolgt von Garderoben, zum Beispiel der Serie „TANDO“. Bei Regalsystemen ist „FOKUS“ am erfolgreichsten. Die aktuelle Exportquote von rund 15 Prozent möchte der Möbelhersteller in den kommenden Jahren weiter ausbauen und auch neue Märkte über Österreich, die Schweiz, die Benelux-Staaten und Russland hinaus umfassender erschließen. „Vor allem aber möchten wir uns in dem schwierigen deutschen Marktumfeld auch weiterhin so gut wie bisher behaupten sowie ein zuverlässiger Möbelhersteller für unsere Kunden und attraktiver Arbeitgeber für die Menschen der Region sein“, schließt Johannes Sudbrock. VDM/FT

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