Artemide Tolomeo: Die Ikone wird 30

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Weil sie in Bewegung bleibt!

In Hotellobbys, in Wohnhäusern oder in Bürogebäuden und Shops, die Tolomeo strahlt in „Tatort“-Krimis und sogar im „James-Bond 007“-Film „Skyfall“. Die Artemide Tolomeo scheint überall auf der Welt als einer der meistverkauften und beliebtesten Designklassiker. Dieser große und zeitlose Entwurf stammt von den italienischen Designern Michele De Lucchi und Giancarlo und ist mittlerweile 30 Jahren „jung“. Die hohe Multifunktionalität ist der Clou der Leuchte und gleichzeitig ihre Erfolgsgarantie: Die Artemide Tolomeo lässt sich mit einem Drahtseilzug im Arm stufenlos bewegen. Dazu konstruierte De Lucchi den Leuchtkopf um 360 Grad drehbar, mit einem Handgriff lässt er sich in jeder Position fixieren. Das schafft einen einzigartigen Bewegungsradius, mit dem sich das Licht der Tolomeo ganz nach persönlichen Vorlieben verteilen und ausrichten lässt.

Der Schöpfer der Tolomeo: Michele De Lucchi © Artemide

Der Schöpfer der Tolomeo: Michele De Lucchi © Artemide

Inspiration durch Angler

Als Michele De Lucchi Urlaub am Meer machte, enstand die Idee zur Tolomeo: „Tatsächlich entstand der Mechanismus bei der Beobachtung von Anglern. Wenn ein Fischer die Angel verwendet, muss er immer die Spitze der Rute halten, so funktionieren zum Beispiel die Trabucchi, die uralten Fischergalgen, die vor allem in Apulien verbreitet sind und bei denen die Stangen, an denen das Netz befestigt ist, wiederum von einer Reihe von Seilen gehalten werden. Es schien mir intelligent, dass man mit einem kleinen Hebelarm und einem Kabel eine Stange aufhängen kann, an der etwas befestigt werden kann. Das war mein Bezugsrahmen, den ich im Kopf hatte, als ich die
Tolomeo 1986 entwarf.“
meint der Designer. Ernesto Gismondi, wie auch De Lucchi Mitglied der Memphis-Bewegung, Gründer und Präsident von Artemide, erkannte damals sofort das Potential der Leuchte und begann deren Produktion ein Jahr später.

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Von der kleinen Tolomeo micro, zur mini über midi bis hin zur XXL-Tolomeo, über die Jahrzehnte entstand eine ganze Leuchtenfamilie. Mit Tisch- oder Standfuß, auch mit einer Tischklemme, Schraubbefestigung oder einer Wandhalterung, wahlweise mit integrierter LED geliefert oder individuell mit einem Leuchtmittel bestückt werden, auch Modelle mit Dimmer und Bewegungssensor gibt es. De Lucchi: „In den letzten Jahren hat sich die Lichttechnologie radikal verändert, es wurde nicht einfach die Lichtquelle ausgetauscht, sondern die ganze Konzeption der Lichtquelle wandelte sich. Und genau deshalb ist es überraschend und fast ein Wunder, dass die Artemide Tolomeo sich diesen Veränderungen anpassen konnte. Der Entwurf war ursprünglich für eine traditionelle Glühbirne bestimmt, aber dann haben wir zahlreiche andere Versionen gemacht: Halogen, Entladungslampen, Energiesparlampen, Leuchtstoff mit langen Röhren usw. Immer wenn Leuchtquellen herauskamen, die uns bedeutungsvoll vorkamen, haben wir versucht, den Lampenkopf an die neue Quelle anzupassen.“

Individuell wie ihre Besitzer

Und sie hat auch Farbe bekommen. Außer in poliertem Aluminium erstrahlt Artemide Tolmeo nun in orange, blau und rot und unter anderem auch in gold. Außer mit Metall sind beispielsweise
die Schirme der Tolomeo Mega auch in Pergament oder Seidensatin erhältlich. „Heute arbeitet eine ganze Fabrik nur an der Tolomeo und stellt mehr oder weniger eine halbe Million Exemplare im Jahr her “, so De Lucchi. Die Leuchte ist nicht nur in den berühmtesten Museen der Welt ausgestellt, darunter das Centre Georges Pompidou in Paris, sie ist bis heute ein internationaler Erfolg und mit vielen Designpreisen ausgezeichnet, darunter der Compasso d’Oro (1989).

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Der erste Entwurf zur Tolomeo © Artemide

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Über den Autor

Gerhard Mayer

Ein Urgestein in der Branche, auch wenn er es selbst etwas bescheidener sieht. Aber wer hat mehr als 40 Jahre Branchenerfahrung als Verkäufer, Einrichtungsplaner, Führungskraft, selbstständiger Möbelhändler, Berater und Journalist? Er weiß wovon er schreibt- und er versteht viel davon. Er meint, dass Informationen aktuell sein müssen, am besten tagesaktuell. Auch oder gerade zum Thema Einrichten. Weil gerade da sich Fehler jahrelang bemerkbar machen. Holen Sie sich den Durchblick beim Einrichten - täglich neu!

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