Wenn der Fensterrahmen noch passt:

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Nicht mehr zugig dank neuem Glas

Wenn es in Fensternähe „zieht“, muss nicht ein undichtes Fenster schuld sein: „Die schlechte Wärmedämmung alter Verglasungen sorgt vielmehr für niedrigere Temperaturen der Glasoberflächen – und dadurch entstehen die unangenehmen Luftbewegungen“, erklärt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs. Sind Rahmen, Dichtungen und Beschläge noch in Ordnung, dann kann der Tausch der Verglasung eine Alternative zum neuen Fenster sein – so lassen sich auf einfachem Wege die Zugerscheinungen beseitigen, zusätzliche Fläche in Fensternähe gewinnen und außerdem viel Geld und Energie sparen.

Sprout

Unterschiedliche Gläser für unterschiedliche Ansprüche

Bevor das Thema Glastausch angegangen wird, sollte zunächst ein Energieberater die Vorarbeit übernehmen. Er kümmert sich um Belange wie den technischen Zustand des oder der Fenster, er klärt bauphysikalische Fragen, prüft das Gebäude auf die Gefahr von Wärmebrücken hin, beurteilt die Lage hinsichtlich einer möglichen Kondensat-Bildung und er stellt sicher, dass das alte Fenster mit der neuen, besseren Verglasung eine gute Gebrauchstauglichkeit aufweist. Der Tausch an sich kann dann von einem Experten ohne große Umstände bewerkstelligt werden – und ohne dass neu verputzt und tapeziert werden muss. „Im Gespräch mit dem für den Glastausch ausgesuchten Glaser oder Fensterbauer wird festgelegt, welches Glas am besten den Bedürfnissen des Hausherrn entspricht. Das neue Glas kann neben der verbesserten Wärmedämmung zusätzliche Funktionen erfüllen: zum Beispiel einen Sonnenschutz, einen besseren Schallschutz oder einen erhöhten Einbruchschutz“, so Grönegräs.

Schnell, günstig und effektiv

Das Material des Rahmens ist dabei fast nebensächlich: Der Glastausch bei Kunststoff- oder Alufenstern geht grundsätzlich am leichtesten, da hier für gewöhnlich nur die Halteleisten ausgebaut, das alte Glas entfernt, das neue Glas eingesetzt und der Rahmen wieder geschlossen werden muss. Aber auch ein klassisches Holzfenster kann wieder auf Vordermann gebracht werden. Sogar für die – besonders im Berliner Raum oft anzutreffenden – Kastenfenster, die aus zwei Fensterflügeln hintereinander bestehen, gibt es spezielle Glaslösungen: Auch Einfachscheiben können hier durch geeignete beschichtete Gläser ersetzt werden, die die Wärmedämmung deutlich verbessern. „Nur Uraltfenster mit Einfachverglasung, die es heute noch millionenfach in Altbauten gibt, sind nicht für den Glastausch geeignet. Hier sind die Rahmen oft zu schmal für zeitgemäße Zweifach- oder Dreifachverglasungen“, erklärt der BF-Geschäftsführer. Dann sei die einfachste und beste Lösung der Neukauf eines kompletten Fensters mit individuell passender Verglasung.

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