Grüne Erde beschreitet innovative Online-Pfade

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Am letzten Stand der Technik

Der Öko-Pionier ist der 200. Partner für eine Innovationsassistenz des Landes Oberösterreich und entwickelt im Rahmen des Förderprogramms eine nachhaltige Online-Strategie und 3D-Modelle aller Möbel. Durch gezielte Inhalte und technische Innovation wird das Unternehmen neue Kundinnen und Kunden erreichen und langfristig den Umsatz steigern. Die Digitalisierung wird den Möbelhandel in den kommenden Jahren radikal verändern. Die Bedeutung von Online-Handel steigt, während ein Drittel der stationären Möbelhändler von der Schließung bedroht ist. Grüne Erde, der Öko-Pionier aus dem oberösterreichischen Almtal, wird sich gemeinsam mit dem Innovationsassistenten Thomas Wührleitner in den nächsten Monaten schwerpunktmäßig dem Thema Digitalisierung und nachhaltige Online-Kommunikation widmen. „Innovation passiert nicht nur im urbanen Zentrum, sondern auch im ländlichen Raum“, verweist der geschäftsführende Gesellschafter Kuno Haas auf den Unternehmenssitz in Scharnstein.

Wohnen By Wagner

Digitalisierung als Projekt

Grüne Erde ist der 200. Partner des Förderprogramms „InnovationsassistentInnen für KMU“ des Landes Oberösterreich. Gemeinsam mit Wirtschaftslandesrat Michael Strugl wurde das Projekt bei einer Pressekonferenz am 11. Jänner präsentiert. „Dieses Projekt dient zugleich als Startschuss für den neuen Schwerpunkt ‚Digitalisierung‘ im Rahmen des Förderprogramms“, so Landesrat Strugl. „Digitalisierung ist ein wesentlicher Faktor für Oberösterreichs Zukunftsfähigkeit.“
Seit mehr als 30 Jahren wird Grüne Erde geleitet von der Sehnsucht nach einem verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur. Diese Unternehmensphilosophie zwingt immer wieder zu neuen, innovativen Denkansätzen, sowohl was das Design und die handwerkliche Herstellung der Produkte als auch die Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern betrifft, betont der Geschäftsführer Kuno Haas: „Wir bei Grüne Erde denken Innovation in einem breiteren Kontext: Es geht nicht nur um die technische, sondern auch um die soziale und gesellschaftliche Komponente. Ein Beispiel dafür ist unser Beteiligungsmodell (mehr …) – mit mehr als 9 Millionen Euro das erfolgreichste Crowdfunding-Projekt Österreichs.“

Diese Notwendigkeit, stets neue Wege zu beschreiten, gilt nicht nur bei der handwerklichen Produktion der Möbel, sondern insbesondere für die Kommunikation in unserer heutigen digitalen Welt: „Der Schutz der Daten unserer Kundinnen und Kunden steht bei uns ganz oben“, unterstreicht Geschäftsführer Kuno Haas. Aus diesem Grund verzichtet Grüne Erde auf zahlreiche nützliche Online-Tools und die sogenannten „sozialen“ Medien wie Facebook und Twitter (mehr …), weil diese Informationen an Dritte weiterspielen – eine absolute Unvereinbarkeit mit der Unternehmensphilosophie.

Alle Möbel als 3D-Modelle

Daher muss Grüne Erde ihre Kundinnen und Kunden gerade im Online-Bereich auf anderen Wegen ansprechen und durch besondere Qualität überzeugen, sagt Innovationsassistent Thomas Wührleitner: „Das Ziel des gemeinsamen Projekts ist es, Grüne Erde durch richtige, gezielte und nachhaltige Online-Kommunikation zukunftsfähig zu machen und neue Kunden zu erreichen.“ Dabei geht es sowohl um die Gestaltung der Inhalte und Aufbereitung der Informationen als auch um eine technische Neuerung: So sollen sämtliche Einrichtungsgegenstände von Grüne Erde in den nächsten zwei Jahren über ein neues Produkt-Data-System als 3D-Modelle auf der Homepage zu finden sein.

Neues Produkt-Data-System

Optimiert interne Abläufe und bietet den Kundinnen und Kunden ein neues Erlebnis der Grüne Erde-Möbel. „Bisher werden alle Daten eines Möbelstücks sieben Mal angelegt, vom Designer über den Konstrukteur bis hin zum Einrichtungsberater im Shop“, berichtet Geschäftsführer Kuno Haas. „Mit dem 3D-Projekt wollen wir einen eindeutigen Nutzen für den Kunden schaffen: Er kann sich die Modelle mit verschiedenen Holzarten und Bezugsstoffen aus allen Blickwinkeln ansehen, mit anderen Möbeln kombinieren oder die Montageanleitung in 3D verfolgen.“ Zudem erwartet sich Grüne Erde durch das Projekt eine spürbare Kostensenkung vom Designprozess über die Produktion bis hin zur Präsentation in den Shops. „Im Spannungsfeld zwischen traditionellem Handwerk und zeitgemäßer Digitalisierung beschreiten wir hier neue Pfade“, sagt Haas.

Thomas Wührleitner © Grüne Erde

Thomas Wührleitner © Grüne Erde

Innovationsassistent Thomas Wührleitner

Er ist bei Grüne Erde kein Fremder: Schon während seines Masterstudiums mit dem Schwerpunkt Innovations- und Produktmanagement an der Fachhochschule Wels hat er drei Projekte gemeinsam mit dem Öko-Pionier realisiert. „Ich habe immer die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen geschätzt, selbst wenn wenig Zeit war“, erinnert sich Wührleitner. Er freut sich bereits auf die Kooperation: „Wichtig ist für mich bei Grüne Erde die Prinzipientreue: Hier ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Nebenprojekt fürs Marketing, sondern der Kern des Unternehmens.“

Über Grüne Erde:

• Gegründet 1983 im oberösterreichischen Almtal
• Erstes Produkt: handgefertigte Naturmatratze „Weiße Wolke“
• Ökologischer und sozialer Pionierbetrieb, der auch nach internationalem Maßstab als Vorbild für eine andere Art des Wirtschaftens dient
• Umsatz im Geschäftsjahr 2015/16 von 43,2 Millionen Euro
• etwa 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Produktion, Verkauf und Verwaltung, davon etwa 80 Prozent Frauen
• 5.300 Einzelprodukte in den Kategorien Vollholzmöbel, Schlafen, Wohnaccessoires, Naturkosmetik und ökologische Mode
• 14 Shops in Österreich und Deutschland
• 3 eigene Produktionsstätten in Oberösterreich (Textil- und Matratzenwerkstätte, Kosmetikproduktion) bzw. Kärnten (Tischlerei)
• Zahlreiche Auszeichnungen für Familienfreundlichkeit, soziales Engagement, Nachhaltigkeit und Design (z.B. Trigos 2016, Green Product Award 2015, Oberösterreichischer Anerkennungspreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2014, Betrieblicher Sozialpreis 2014, …)

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