Nextsoft hat die Lösung für kontinuierliche Auslastung

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Tischlerkooperationsprojekt erfolgreich abgeschlossen

Unter dem Titel CoopPro haben sich drei oberösterreichische Tischlereibetriebe zusammengeschlossen, um ihre Ressourcen zu bündeln und gemeinsam produktionstechnisch am Markt aufzutreten. „Schnelligkeit und Schlagkraft sind heute am Markt gefordert. Als Kleinbetrieb stehst du da automatisch in der letzten Reihe,“ so die Aussage eines Projektpartners. Um sich ganz vorne zu positionieren haben die drei Betriebe beschlossen, langfristig ihre Ressourcen zu bündeln und ein Produktionsnetzwerk aufzubauen. In diesem vom Land OÖ geförderten Projekt ging es darum, gemeinsam mit einem IT-Spezialisten die notwendigen Parameter zu analysieren und ein System zu definieren, das langfristig eine funktionierende Zusammenarbeit sicherstellt.

Sprout

Auslastungssteuerung automatisiert

Bisher wurde bei Auslastungsspitzen oder bei freien Kapazitäten zum Telefon gegriffen und bei umliegenden Kollegen angefragt bis man fündig wurde. Zielsetzung für dieses Projekt war der Aufbau einer firmenübergreifenden Systematik und die Definition einer Software, um alle notwendigen Prozesse und Informationsflüsse automatisiert zu verknüpfen und die aktuellen Kapazitäten aller Betriebe tagesaktuell darzustellen und auch darauf zurückgreifen zu können. Herausforderungen dabei waren dabei das Analysieren der unterschiedlichen Anforderungen an das zu entwickelnde System auf Basis der vorhandenen internen Prozessstrukturen der Unternehmen und das Bereitstellen und der interaktive Zugriff auf die notwendigen Daten (Kapazitätsplanung, Materialfluss, Produktionsfortschritt, Qualitätssicherung etc.) ohne zusätzlichen internen Arbeitsaufwand.

Prozessoptimierung

Um diese Herausforderungen zu bewältigen kooperierten im Rahmen dieses Projektes eine Forschungseinrichtung und vier KMU. Die drei Tischlereien Schwingenschuh, Lidauer und ShopCrea dienten als Referenzbetriebe, um die Thematik in der Praxis untersuchen zu können. Die nextsoft it GmbH brachte ihre Erfahrung im Bereich der Entwicklung und Einführung von prozessoptimierten Softwarelösungen ein. Der wissenschaftliche Partner FAW (Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung) brachte aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse u.a. aus dem Bereich “Process Aware Information Systems” ein und begleitete das Konsortium bei der Durchführung der Analysen und der Systemdefinition.

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Informationsfluss

Die Abbildung stellt eine mögliche Variante der internen und zwischenbetrieblichen Material- und Informationsflüsse in Tischlereien während einer Produktionskooperation dar. Die zentrale Herausforderung in diesem Projekt bestand nun darin, die für jeden Teilnehmer einer Produktionskooperation notwendigen Informationen zeitgerecht und aktuell firmenübergreifend zur Verfügung zu stellen.

production clouds

Intelligentes Bündeln der Kapazitäten von KMUs in Form von kooperativen Produktionsprozessen führt zum Entstehen von production clouds, die nach dem Vorbild des cloud computing Produktionsnetzwerke darstellen, die Ihre Kapazitäten dynamisch an den Bedarf anpassen können, während nach außen hin zum Kunden nur ein Koordinator in Erscheinung tritt. Wichtig dabei war es, keinen Umstrukturierungsprozess in den Unternehmen auszulösen und somit zusätzlichen Aufwand zu erzeugen, sondern die vorhandenen Strukturen zu nutzen und durch entsprechende Softwarelösungen intelligent zu bündeln. „Die Informationen müssen nutzbar gemacht werden, ohne sich um deren Beschaffung kümmern zu müssen.“ Spannend dabei waren auch die Bereiche Datenschutz, Sicherheit und Systemkomplexizität, um die Integrität der einzelnen Unternehmen zu wahren.

18 Monate Forschungs- und Entwicklungsarbeit

Mit Ende September lief das vom Land OÖ unter “Produktionsstandort OÖ 2050_Industrie 4.0_Wirtschaft” geförderte Projekt aus. Nach 18 Monaten der intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit liegen die Ergebnisse aus dem Projekt vor und bilden die Grundlage für ein weiteres gemeinsames Vorgehen in Richtung Kooperationsnetzwerk. „Wir sind überzeugt, dass diese Produktionsnetzwerke die Zukunft im KMU-Bereich darstellen. Die in diesem Projekt entwickelten Lösungen stellen den Schlüssel zur langfristigen Zusammenarbeit unter den Tischlereibetrieben dar bei gleichzeitiger Wahrung der Eigenständigkeit“, so Karl Platzer von nextsoft it. In einem nächsten Schritt ist die Weiterentwicklung und konkrete Umsetzung unter den Betrieben geplant.

Im Bild

Die Projektteilnehmer von links nach rechts: Mag. Karl Platzer – nextsoft it GmbH, a.Univ.-Prof. Dr. Josef Küng – FAW, Dr.in Dagmar Auer – FAW, Josef Hubinger – Tischlerei Lidauer GmbH, Markus Traunmüller – ShopCrea GmbH, Christoph Schwingenschuh – Schwingenschuh Gesellschaft m.b.H.

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