Licht und Glas in der Architektur -

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Eine spannende, ästhetische Liaison

Plakate und grellbunte Bildschirme mit knalligen Werbespots waren gestern. Gefragt sind heute in der Architektur moderner Großstädte eher großflächige Inszenierungen, die mit einer Mischung aus gläserner Fassade und dem Einsatz energiesparsamer und gleichzeitig lichtstarker LED-Technik spielen. „Es gibt inzwischen eine unglaubliche Bandbreite an Möglichkeiten, die Strenge einer Fassade aufzulösen und Stadträume zu zeitgemäßen Kommunikationszentren zu machen“, so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs.

Glas alleine genügt nicht mehr

Glas spielt in der Architektur eine immer größere Rolle. Dabei ist „größere“ durchaus wörtlich zu nehmen. Angesichts modernster Produktionstechniken, einer hocheffizienten Wärmedämmung und fortschrittlicher Sonnenschutz-Systeme können heute Glasflächen realisiert werden, die vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wären. Doch Glas alleine reicht – zumindest in Städten – schon lange nicht mehr aus, um das Bild der Metropole der Zukunft zu prägen. „Mit LED, also Licht emittierenden Dioden, lässt sich Glas heute auf viele Arten in Szene setzen. Sie lenken den Blick des Betrachters auf die Architektur des Gebäudes und begeistern so auch Menschen dafür, die mit Städten normalerweise nicht so viel am Hut haben“, so Grönegräs. Die Varianten reichen dabei von homogen leuchtendem Glas bis hin zu aufwändigen Konstruktionen, bei denen die winzig kleinen LED ihre vollen Stärken ausspielen können.

High Tech aus „einfachem“ Grundmaterial

„Besonders schön ist zum Beispiel gelasertes Glas, das von der Kante aus in den unterschiedlichsten Farben beleuchtet werden kann und mit einer beeindruckenden Optik aufwartet“, erklärt der BF-Geschäftsführer. Einen technischen Schritt weiter geht Verbundglas mit einer einlaminierten, lichttechnischen Folie, das für außergewöhnliche Licht- und Leuchteffekte und je nach Verarbeitung für eine beeindruckende optische Tiefe bei nur wenigen Zentimetern Glasdicke sorgt. „Ein noch größeres optisches Highlight sind schließlich so genannte ‚Medienfassaden‘, riesige Monitore, die aus mehreren Gläsern mit integrierten LED bestehen“, erklärt Grönegräs. Bei ihnen werden im Scheibenzwischenraum dünne Bänder aus tausenden von LED montiert, die gemeinsam wie ein moderner Großbildfernseher fungieren. Gleichzeitig bleibt der Durchblick nach draußen und der Tageslichteinfall mit leichten Einschränkungen erhalten. „Diese ästhetischen, transparenten Medienfassaden schaffen eine gekonnte Symbiose aus Licht und Glas und machen aus einem gewöhnlichen Gebäude einen Vertreter einer neuartigen und faszinierenden Mediatektur“, so Grönegräs.

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